HÄRLE AKTUELL

"Härkules": Erstanstich im Brauereigasthof Mohren

Es ist irgendwann Ende März 1897 gewesen: Zwei Tage und eine Nacht lang wurde im Leutkircher Mohren durchgefeiert. Der Grund: Die Brauerei Härle stellte damals ihr erstes Bier vor.
117 Jahre später, am Mittwoch Abend, gab es im Mohren erneut ein Fest. Härle-Geschäftsführer Gottfried Härle hatte eingeladen, und viele Städträte, Leutkircher Wirte, Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, Bürgermeister Martin Bendel sowie weitere Gäste kamen. Sie alle wollten es verkosten, das wohl erste Bier, das ausschließlich aus Leutkircher Zutaten gebraut wurde. 

Claudia Maier aus Allmishofen sticht das Fass mit dem neuen Härkules-Bier an. Sie und ihr Mann Hans-Peter bauten die Braugerste dafür an.
Claudia Maier aus Allmishofen sticht das Fass mit dem neuen Härkules-Bier an. Sie und ihr Mann Hans-Peter bauten die Braugerste dafür an.
 
Härkules heißt das neue Spezialgetränk, das aus Leutkircher Hopfen und Leutkircher Braugerste entstanden ist. „Es wurde nach der Hopfensorte benannt, aus der es gebraut wurde“, erklärt Härle. Nur einen einzigen Sud, also etwa 5000 Liter, werde es von Härkules geben. Denn für mehr reiche der Hopfen nicht aus, der im Hopfengarten auf dem Härle-Brauerei-Gelände geerntet wurde. Zu kaufen gibt es das Bier mit einem Alkoholgehalt von 7,5 Prozent in ausgewählten Gaststätten aus dem Fass und im Getränkehandel in einer 0,75-Liter Bügelflasche. 

Seit 2012 braut Härle jährlich ein besonderes Bier. „Es sind immer andere Hopfensorten, mit denen der Braumeister experimentiert“, fährt Härle fort. So gab es 2012 den Schwarz-Sud, 2013 den Blonden Engel. „Aber unser Härkules-Bier ist etwas ganz besonderes, weil auch die Braugerste aus Leutkirch stammt“, erklärt Härle. 

Biobauer Hans-Peter Maier und seine Frau Claudia aus Allmishofen waren es, die gemeinsam mit Schülern der Landwirtschaftlichen Berufsschule der Geschwister-Scholl-Schule Braugerste angebaut haben. Nicht verwunderlich also, dass Claudia Maier am Donnerstagabend das Fass anstechen durfte. In Gedichtform erzählte sie vorab nochmals die Entstehungsgeschichte. 

Und wie schmeckt das neue, rötlich schimmernde Bier? „Trocken und schlank“, so der Brauereichef. Dem stimmen die Gäste zu: „Es schmeckt!“ 

 

Teresa Winter, Schwäbische Zeitung Leutkirch, 21.11.2014 

 
 

 

Veröffentlicht am: 24.11.2014
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